Tue Gutes und rede darüber!

In jedem Unternehmen gibt es viele Geschichten, die man hervorragend erzählen kann. Manche sind tatsächlich so interessant, dass man sie einer breiteren Öffentlichkeit zukommen lassen sollte. Diese Aufgabe nennt sich Pressearbeit und bedeutet die Bereitstellung von Informationen für die Massenmedien. Diese Infos sind ehrlich, offen und schnell. Und sie müssen natürlich von Allgemeinen Interesse sein.
Allerdings hat die andere Seite – sprich der Journalist – keine Verpflichtung zur Veröffentlichung. Die Meldungen können auch gekürzt oder ganz andere Schwerpunkte heraus gebildet werden. Dafür kostet die Veröffentlichung dann aber auch nichts. Da die Redaktionen täglich mit unzähligen Mitteilungen überflutet werden, ist es wichtig aus dieser Menge hervorzustechen. Das gelingt natürlich durch die Relevanz des Themas, aber auch durch die Form der Mitteilung. Entspricht diese nicht der Norm, wandert sie umgehend in den Papierkorb. Übersichtlicher Aufbau, Rückfragehinweise und Bildmaterial sind Standard. Wer diesen nicht einhält, wird gnadenlos aussortiert.
 
Gekürzt wird von hinten
Die Überschriften sind kurz, aber erklärend. Darunter findet sich der Vorspann. Dieser enthält alle wichtigen Informationen in Kurzform und soll aufs Weiterlesen neugierig machen. Meist wird er fett gedruckt, um sich vom Fließtext abzuheben. Der beginnt dann mit Ort und Datum der Aussendung für die zeitliche Zuordnung. Dann folgen die wichtigsten Informationen, die die sog. W-Fragen beantworten:

  • Wer
  • Was
  • Wann
  • Wo
  • Warum
  • Wie

Bei der Gliederung des Textes steht das Wichtigste natürlich zuerst, damit die Redaktion von hinten nach vorne kürzen kann. Das kommt aus Zeiten, in den man im Bleisatz nur von hinten ohne größeren Aufwand kürzen konnte. Passte der letzte Satz nicht mehr auf die Seite, wurde er einfach weggenommen. Wäre dort das wirklich echt Interessanteste gestanden ... Das hat sich bis heute gehalten. Auch wenn das Kürzen am PC schnell geht, ist es doch wesentlich einfacher die letzten Absätze zu löschen. Das geht aber nur, wenn der Sinn der Nachricht nicht beeinträchtigt werden kann.
 
Aufbau eines Presseverteilers
Welche Nachricht auch immer ein Unternehmen an die Öffentlichkeit bringen möchte, es ist wichtig den entsprechenden Presseverteiler bei der Hand zu haben – ihn regelmäßig zu pflegen und aktuell zu halten. Dazu gehören nicht nur die passenden Medien, sondern auch die richtigen Ansprechpartner im entsprechenden Ressort. Denn Sportmeldungen werden das Feuilleton nur selten interessieren.
 
Wenn Sie diese Anregungen beachten, sollte einer Veröffentlichung nichts im Wege stehen.

Barbara Sawka